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Wohin fließt das Geld der Umverteilungsmaschine?

Momentan findet die grösste Umverteilung in der Menschheitsgeschichte statt, vorbei an Parlament oder Volk die nichts zu melden oder sagen haben. Doch wohin fließt diese Geld genau?

Ein Blick in das schwarze Herz der Hölle

Wohin fließt das Geld der Umverteilungsmaschine?

Diese Frage hat ein junger Schweizer Physiker namens James B. Glattfelder beantwortet. Glattfelder forschte an der ETH Zürich gemeinsam mit Kollegen für das Projekt „Vorhersagen von Finanzkrisen“. Sie haben sich mit der Frage von komplexen Netzwerken beschäftigt.

Gemeinsam mit Stefania Vitali und Stefano Battiston hat Glattfelder eine bahnbrechende Studie über die Funktionsweise des globalen Finanzsystems erstellt.
(Stefania Vitali, James B. Glattfelder, Stefano Battiston, The Network of Global Corporate Control, Zürich 2011)

Die wichtigste Kerngröße für Glattfelders Berechnungen ist das Eigentum: Wer hält wie viel Eigentum an welchen Unternehmen? „Eigentum ist Kontrolle“ sagt Glattfelder. Über Eigentum wird Macht ausgeübt. Die Eigentümer bestimmen den Kurs von Unternehmen. Dabei spielt es keine Rolle, ob jemand ein Unternehmen zu 100% gehört oder er Mehrheitseigentümer ist. In den komplexen Eigentümerstrukturen moderner Unternehmen können wenige Prozent ausreichen, damit jemand die wichtigsten Entscheidungen eines Unternehmens kontrolliert – und sei es nur durch sein Veto.

Macht ist kein Status, sondern wird durch Beziehungen ausgeübt.

Es geht also um die Möglichkeit, Macht in Herrschaft zu verwandeln.

Glattfelder und seine Kollegen haben anhand der Strukturanalyse von internationalen Konzernen ihre Eigentumsverhältnisse untersucht. Glattfelder kam zu seinen Ergebnissen mithilfe von Datenverarbeitung und Computersimulationen. Für sein Forschungsprojekt haben er und seine Kollegen 13 Millionen Daten indentifiziert und daraus die Eigentümerverhältnisse von 43000 global tätigen Konzernen verarbeitet. Sie haben 600.000 Bezugspunkte und 1.000.000 Verknüpfungen, die die Firmen untereinander haben, untersucht.

Das Ergebnis ist eindeutig

Eine winzige Gruppe von 0,123% der Eigentümer von internationalen Konzernen (Trans National Corporations, TNC) kontrolliert 80% des Wertes dieser 43000 Konzerne.

Es sind fast auschliesslich die großen Banken und Finanzinstitutionen in den USA und Großbritannien. Aus Deutschland finden sich auf dieser Liste nur die Deutsche Bank und die Allianz über ihren Vermögensverwalter Pimco.

737 Top Player haben die Macht, 80% des Gesamtwertes von 43.000 internationalen Konzernen zu kontrollieren.

36% der internationalen Konzerne im Zentrum des Netzwerkes machen 95% des Wertes der 43.000 Konzerne aus. Hier wurde nur der Wert (operating revenue) der Firmen betrachtet und keine Eigentumsbeziehungen.

Dies bedeutet: 2/3 der Konzerne in der Peripherie sind irrelevant, weil sie fast keinen Wert haben.

Lediglich 147 Player (0,024%) im Herzen der Macht kontollieren 40% des Wertes von 43.000 internationalen Konzernen auf der Welt.


Die Top-Ten in diesem Netzwerk im Jahr 2007 waren: Barclays PLC., The Capital Group Companies Inc., FMR Corp., Axa, State Street Corporation, JP Morgan Chase & Co., Legal & General Group PLC., The Vanguard Group Inc., UBS AG, Merrill Lynch & Co. Inc.

Anmerkung: Heutzutage muss man natürlich die großte Schattenbank auf diesem Planeten hinzuzählen, nämlich Black Rock mit einem verwalteten Vermögen von aktuell über 9 Billionen Dollar(1) u.a.. Die Nachfolgestudie von 2019 trägt diesen Tatsachen Rechnung.

Die zwölf größten Schattenbanken und Fonds verwalten aktuell über 45 Billionen Dollar, dass doppelte des US-Bruttoinlandproduktes.

Vereinfacht gesprochen bedeutet das: Ein Großteil der Billionen, die die Staaten über das Papiergeld in die Welt gepumpt haben, um ihre Völker zu beglücken, landete am Ende bei 0,123% – dem Kern dieses Netzwerkes

Da die Eigentumsstruktur der großen Global Player wechselseitig hoch vernetzt ist – sie gehören sich quasi gegenseitig selbst – gibt es letztendlich einen kleinen Club von Gewinnern der unter sich bleibt.

Glattfelders Methode ist von äußerster Nüchternheit. Er hat überprüft, wie die Firmen, die den globalen Wirtschaftskreislauf bestimmen, zusammenhängen.

Es sind ganz wenige, die über alle anderen herschen. Glattfelder spricht von einem „Subunternehmen“ das die Welt beherscht.

Glattfelder teilt die Welt in die Peripherie, in das Zentrum und in das Herz ein.

Im Herzen der globalen Wirtschaftsmacht sitzen 147 Player. Sie kontrollieren das globale Eigentum. Sie regieren die Welt


(Als Quelle diente mir das Buch von Michael Maier: Die Plünderung der Welt: Wie die Finanz-Eliten unsere Enteignung planen; Verlag: FinanzBuch Verlag)

Nun kann man verstehrn warum bei den Armen nichts von den Billionen der Zentralbanken angekommen ist (siehe Griechenland, Irland, Spanien, Italien usw. usf.). In Wahrheit wurden nur die Banken und das marode Finanzsystem „gerettet“.

Das wird in der jetzigen „Krise“ auch nicht anders sein, wie man ja schon wieder sehen kann. Ganz im Gegenteil, die Reichen und Superreichen haben ihren Reichtum in obszöner Weise gesteigert und die Armen und Ärmsten sind noch ärmer geworden – und das weltweit.

„Ich habe bisweilen den Eindruck, dass sich die meisten Politiker immer noch nicht darüber im Klaren sind, wie sehr sie bereits heute unter der Kontrolle der Finanzmärkte stehen und sogar von diesen beherrscht werden.”

(Hans Tietmeyer, Weltwirtschaftsforum in Davos vom 03. Februar 1996)

Der damalige Präsident der Bundesbank und spätere Botschafter der neoliberalen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft stellt damit ganz offen die Kontrolle der Politik durch die Finanzmärkte fest. Sachlich und nüchtern.

Vielleicht wird es jetzt auch klarer, wie sich ökonomische Macht in politische Macht transformieren lässt – und umgekehrt.

Der berühmte „Drehtür – Effekt“

Deswegen – um nur ein Beispiel zu nennen – werden diese ganzen „Freihandelsverträge“ (schon alleine dieser Begriff ist eine Mentalvergiftung aus der neoliberalen Propagandakiste), wie TTIP (sollte es noch kommen), CETA und viele andere – bereits implementierte und geplante – einer der letzten Nägel im Sarg unserer Eliten- und Konzerndemokratie sein.

Das kriminelle Vorgehen der Finanzelite, wie zb. organisierte Steuerflucht, wird verrechtlicht. Die privaten „Schiedsgerichte“ sorgen zwangsläufig dafür, dass die Bevölkerung sich nicht mehr gegen diese sozialen und ökologischen Verwüstungen zur Wehr setzen kann.

Genauso wie es geplant ist.

Eine Nachfolgestudie von 2019 bestätigte die oben genannten Daten:

The Architecture of Power: Patterns of Disruption and Stability in the Global Ownership Network:

https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=3314648

Es ist völlig klar, dass diese obszöne Ungleichverteilung und Umverteilung auf Dauer niemals durchzuhalten ist. Auch Global hat die Ungleichheit ein nie zuvor gesehenes Ausmaß erreicht.

Sowohl Hunger als auch Armut haben in den letzten 30 Jahren in absoluten Zahlen massiv zugenommen, entgegen den Propaganda-Lügen der neoliberalen Scharlatane (Als Scharlatan wird eine Person bezeichnet die vortäuscht ein bestimmtes Wissen oder bestimmte Fähigkeiten zu besitzen).

Die seither von der UN, der Weltbank und den Medien & Politikern postulierten Rückgänge der globalen Armuts- und Hungerzahlen, beruhen auf statistischen Manipulationen, Taschenspielertricks, völlig absurden Berechnungsgrundlagen (Wie Armutsgrenze, Kalorienzufuhr, Mindestlohn, Gini-Index u.a.) und geschönten Zeiträumen in der statistischen Erfassung.

Nur ein Beispiel von vielen:

Was wäre wenn wir die globale Armut bei einem Minimum von fünf Dollar pro Tag erfassen würden, wie Ökonomen und Wissenschaftler – die sich mit der Thematik intensiv auseinandersetzen – fordern? Dann würden wir feststellen, dass etwa 4,3 Milliarden Menschen in Armut leben. Das ist mehr das das vierfache dessen, was Weltbank und Millennium-Kampagne uns glauben machen wollen. Es wären über 60 Prozent der Weltbevölkerung. Bei einer Grenze von zehn Dollar pro Tag sehen wir, dass heute 5,1 Milliarden Menschen in Armut leben – fast 80 Prozent der Weltbevölkerung.

Auch der massive Ausbau der Überwachungsmaßnahmen muss in diesem Zusammenhang gesehen werden, sowie die zahlreichen Versuche der gesamten Weltbevölkerung eine digitale Identität zu geben, wo alle persönlichen Daten gespeichert werden und die totale Kontrolle real werden wird. Die Totalüberwachungsprogramme wie ID2020 und Known Traveller Digital Identity stehen beispielhaft für das geplante Überwachungsregime (2)

Auch der Bundestag hat einen entscheidenden Schritt bei der Umsetzung des ID2020-Projekts von Microsoft, Accenture und Rockefeller Stiftung getan, indem er die Steuer-Identifikationsnummer zur einheitlichen Bürgernummer für alle Behörden gemacht hat. Damit ist der Weg zur gläsernen Bürgerin vorgezeichnet.

Die Steueridentifikationsnummer soll zu einer umfassenden Bürgernummer werden, die den Behörden den Zugriff auf schon vorhandene Personendaten bei einer anderen Behörde ermöglicht. Das hat die rot-schwarze Regierungskoalition im Bundestag gegen geschlossenen Widerstand der Opposition und gegen alle Bedenken von Datenschützern beschlossen. Der Bundesrat muss noch zustimmen, bevor das Gesetz, das viele für verfassungswidrig halten, in Kraft treten kann.
(3)

Wenig verwunderlich fordert die Bank für den Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) ein Sozialkreditsystem wie in China.

Notenbank-Spitzeninstitut BIZ will Sozialkreditsystem wie in China


31. 01. 2022 | Unter dem Bargeldfeind Augustin Carstens hat sich die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in einen Propagandisten der Überwachungsgesellschaft nach chinesischem Vorbild verwandelt. In einer aktuellen Studie empfiehlt die BIZ – ohne es offen auszusprechen – das chinesische Sozialkreditsystem weltweit zur Nachahmung. (4)

Es sind genau die Akteure und Plünderer die an dem System den grüßten Nutzen haben, die dieses Regime mit aller Macht vorantreiben – und das ist alles andere als ein Zufall. Klaus Schwab hat ja in seinem Buch über den „Great Reset“ schon einen Vorgeschmack darauf gegeben wie diese dystopische Zukunft auszusehen hat – natürlich im Sinne der Eliten die sie managen.

Natürlich muss auch noch die Agenda des digitalen Zentralbankgeldes erwähnt werden, danach wäre die Überwachung und Kontrolle perfekt.

Umso mehr diese Entwicklungen voranschreiten, umso wichtiger wird der Besitz von dauerhaften und deflationären Wertspeicher wie Gold (und auch Silber) sein.

Gold und die finanzielle Freiheit (und den Erhalt seiner Werte) die damit verbunden ist, bietet wenigstens noch eine kleinen Schutz gegen diese Überwachungsregime, fragt sich nur wie lange noch wenn die Menschen nicht endlich aufwachen.

Quellen:

(1) https://www.faz.net/aktuell/finanzen/blackrock-verwaltet-er…

(2) https://norberthaering.de/macht-kontrolle/swr-beitrag-id202… ; https://norberthaering.de/macht-kontrolle/id2020-ktdi-apple-…

(3) https://norberthaering.de/macht-kontrolle/bundestag-buergern…

(4) https://norberthaering.de/news/biz-social-credit/

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